Social distancing bei Knotenlehre?!

Sorry Leute, ich will wirklich niemandem vorschreiben, was er/sie zu tun oder zu lassen hat. Aber ich möchte kurz aus meinem SPITALALLTAG berichten:

Jeden Morgen haben wir ein Briefing, unter anderem über die Richtlinien, welche Patienten wir bei Ressourcenknappheit zu PRIORISIEREN haben. Solche Entscheidungen gehen uns nahe. Bisher mussten wir sie noch nicht tun, aber wir laufen jetzt schon am Anschlag - die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhestunden wurden ja aufgehoben, wir sind überarbeitet. Das Verständnis dafür, vermeidbare Unfälle und vermeidbare Ansteckungen zu behandeln, ist nicht so hoch...

Wir haben in der Schweiz aktuell viel Freiheit, das funktioniert aber nur, wenn wir erstens SOLIDARISCH sind und zweitens unseren Kopf einschalten. Als routinierter Kletterer mit jemandem Klettern zu gehen, mit dem man eh viel Zeit verbringt, im Komfortbereich und an einem unbevölkerten Ort ist wohl nicht das selbe, wie wenn man jedesmal mit neuen Personen unterwegs ist, bei denen man nicht weiss, ob sie dynamisch sichern können, man den Partnercheck von nahe durchführen muss - und das womöglich noch an der Galerie, am Gempen oder sonst einer "Outdoor-Kletterhalle".

Bitte helft mit, und verhindert, dass wir Eltern mitteilen müssen, dass wir ihr KREBSKRANKES KIND vom Respirator nehmen müssen, weil ein verunfallter Kletterer oder ein Coronapatient die höheren Überlebenchancen hat.

Das KEINE FIKTION, das geht hier wirklich gerade ab!!!


Man kann auch in ein paar Wochen klettern lernen und neue Leute kennen lernen.


DANKE!

Schwierigkeit / Niveau
alle
Region
Zürich
Kategorie
Klettern / Anderes
Publiziert am
25.03.2020 6:59 und hat 1431 Aufrufe